Wie man Alkoholabhängigkeit erkennt: Zu beachtende Anzeichen und nächste Schritte

Alkoholprobleme werden nicht allein durch die Trinkmenge bestimmt. Kontrollverlust, anhaltendes Trinken mit schädlichen Folgen sowie Entzugserscheinungen verdienen eine ernsthafte Bewertung.

Alkoholabhängigkeit ist keine „Willensschwäche“

Das Ethanol im Alkohol hat psychoaktive, toxische und abhängigkeitserzeugende Eigenschaften. Probleme im Zusammenhang mit Alkoholkonsum können die körperliche Gesundheit, die Stimmung, den Schlaf, familiäre Beziehungen und die Arbeit beeinträchtigen. Ob Hilfe nötig ist, lässt sich nicht allein daran ablesen, wie viel bei einer einzelnen Gelegenheit getrunken wurde, sondern auch am Trinkmuster und dessen Folgen.

Signale, die Beachtung verdienen

  • Mehrfacher Versuch, den Alkoholkonsum zu reduzieren, der jedoch nur schwer wie geplant umsetzbar ist.
  • Es ist mehr Alkohol als früher nötig, um ein ähnliches Gefühl zu erreichen.
  • Trinken oder Erholung nimmt viel Zeit in Anspruch und beeinträchtigt Arbeit, Studium oder familiäre Verpflichtungen.
  • Trotz des Wissens, dass der Alkoholkonsum körperliche, emotionale oder Beziehungsprobleme verursacht, wird weiter getrunken.
  • Nach Abklingen der Alkoholwirkung treten Händezittern, Schwitzen, Übelkeit, Herzrasen, Schlaflosigkeit oder deutliche Unruhe auf.

Was als Nächstes getan werden kann

Zunächst kann der Selbsttest zur Alkoholabhängigkeit auf dieser Website durchgeführt werden, um die Häufigkeit des Trinkens, die Trinkmenge und körperliche Reaktionen der letzten Zeit zu erfassen; anschließend erfolgt eine Bewertung durch Fachpersonal. Der Selbsttest dient nur dazu, Risiken zu erkennen, und ersetzt keine Diagnose.

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