Erst nach wiederholten Klinikeinweisungen begannen wir, einen Plan zu machen.

Ein Kind beschreibt die Erfahrung, wie Familienmitglieder immer wieder medizinische Hilfe suchen und immer wieder weichherzig werden. Was die Familie gefangen hält, ist nicht nur das Trinken, sondern auch das Fehlen eines gemeinsamen Plans nach jeder Krise.

Erst nach wiederholten Klinikeinweisungen begannen wir, einen Plan zu machen.

Die Familie der schreibenden Person hat in ihrer Geschichte mehrere Krisen durchlebt: Manche wollten härter durchgreifen, manche konnten sich nicht loslösen, manche waren der Meinung, man solle noch eine Chance geben. Jeder handelte aus Fürsorge, doch die Vorgehensweisen standen oft im Gegensatz zueinander.

Wenn der Patient kurzzeitig stabil war, hofften alle, dass die Sache vorbei sei; wenn das Trinken erneut auftrat, brachen die alten Kränkungen gemeinsam hervor. Nach solchen Wiederholungen begann die Familie zu erkennen, dass man sich nicht allein auf spontane Entscheidungen verlassen konnte.

Sie versuchten, konkreter zu formulieren, „unter welchen Umständen zuerst die Sicherheit gewährleistet wird, wer für die Kontaktaufnahme mit Hilfe zuständig ist, welche Dinge nicht mehr allein getragen werden und wie medizinische Informationen aufbewahrt werden". Ein Plan kann die Behandlung nicht ersetzen, aber er kann in Krisen gegenseitige Schuldzuweisungen und Panik verringern.

Diese Erfahrung erinnert die Angehörigen auch daran: Wenn sie selbst aufgrund von langanhaltendem Stress unter Schlaflosigkeit, Angst oder Verzweiflung leiden, verdienen auch sie Unterstützung.

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Wenn es wiederholt auftritt, braucht die Familie einen klaren Sicherheitsplan, statt alle Entscheidungen der Gefühlslage im Moment zu überlassen.

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